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Die Geschichte der Gesamtschule Steilshoop

Artikel aus dem Bereich Institutionen.

Quelle: 25 Jahre Gesamtschule Steilshoop; Hrsg: Gesamtschule Steilshoop; Artikel von Jochen Ehlen (Stand: 1996)

Oktober 1970: Baubeginn
Die Schule wird geplant als ein Bildungs-, Begegnungs- und Freizeitzentrum. Bis zu 2300 Schüler/innen sollen das Zentrum besuchen können. "Funktionalität" und "Flexibilität" der Bauweise bestimmen nach der Vorstellungen der Planer die bauliche Gestaltung des Gebäudes.

August 1971:
Die integrierte Gesamtschule Steilshoop wird als Vorschule und als Ganztagsschule gegründet. Die Fächer Musik und Arbeitslehre werden zu schulischen Schwerpunktbereichen. 34 Schülerinnen und Schüler werden zunächst in der Schule Steilshooper Straße 328 (heute Schule Appelhoff) und in einem Pavillon untergebracht. Dr. Walter Born wird erster Schulleiter.

Februar 1972:
313 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7 beziehen den ersten fertiggestellten Teil des neuen Schulgebäudes.

1973 - 1975:
Die Schülerzahl steigt auf 1319. Jutta Wieters-Schrader wird Schulleiterin.

1974:
Das Haus der Jugend wird eröffnet. Eröffnung der Elternschule. Wegen baulicher Mängel kommt es zu einem Schulstreik. Klassenräume werden daraufhin umgebaut und die Schule wird farblich neu gestaltet.

1975:
Die Öffentliche Bücherhalle wird als Bibliothek der Gesamtschule und des Stadtteils eröffnet. Die Gesamtschule wird zu einem Teil des "Bildungszentrum Steilshoop". Hierzu gehören auch das Haus der Jugend, die Öffentliche Bücherhalle, die Elternschule, die Erziehungs- und die Mütterberatungsstelle. Die Institutionen arbeiten eng zusammen.

1976:
Das erste 11. Schuljahr der Sekundarstufe II wird eingerichtet. Die Fachoberschule für Metalltechnik (FOS) mit 73 Schülern/innen kooperiert mit der Gesamtschule. Lutz Trautmann wird Schulleiter. Eine kleine Gruppe von Kollegen/innen besucht die Gesamtschule Dortmund-Scharnhort. Sie informiert sich über eine dort erstmals durchgeührte Projektwoche (prowo 1976) und läßt sich von dem Konzept dieses alternativen Unterrichtsmodells begeistern. Das Schulgesetz der Freien und Hansestadt Hamburg wird novelliert. Der Elternwille entscheidet fortan über die Wahl der Schulform. Die Zahl der Schüler an der Gesamtschule Steilshoop steigt.

1977:
Erstmals wird an der Gesamtschule Steilshoop eine Projektwoche (prowo 1977) durchgeführt. In dieser auch für das Hamburger Schulwesen ingesamt neuartigen Unterrichtsform wird die normale Unterrichtsorganisation eine Woche lang unterbrochen und durch das Projektlernen in schülergewählten Projektgruppen ersetzt. Die prowo 1977 wird nach Ansicht aller Beteiligten ein großer Erfolg. Dieser Erfolg läßt bei einem größeren Teil des Kollegiums den Wunsch nach Übertragungsmöglichkeiten des Projektgedankens auf den Schulalltag entstehen.

1978:
Das Projekt "Künstler und Schüler in der Gesamtschule Steilshoop" mündet in der Aufführung "Störtebeker", ein Spiel in 5 Bildern und mit Musik. Über 130 Schauspieler (Lehrer und Schüler) wirken begeistert mit und machen "Störtebecker" zu einem großen Erfolg. Der erste Schülerjahrgang legt das Abitur ab. Das "Grundmodell" für Gesamtschulen tritt in Kraft. Es werden behördliche Vorgaben zur Stundentafel, Differenzierung und pädagogischer Organisation abgegeben. Diese führen zu heftigen Diskussionen im Kollegium. Die Kontroverse endet u.a. mit einer Vorverlegung der Differenzierung in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch.

Die Schule beginnt einen Schüleraustausch mit der "Islinton Green Comprehensive School" in London.

1979:
Erneute Novellierung des Schulgesetzes. Die Gesamtschule Steilshoop ist eine "Regelschule". Die Gesamtschülerzahl erreicht den Höchststand von 1681 Schülerinnen und Schülern. Sie werden von 160 Lehrkräften, 4 Sozialpädagogen/innen und 1 Schulpsychologen unterrichtet und betreut. Das Kollegium diskutiert eine Teilung des Schulgebäudes in 2 Schulen: "Steils" und "Hoop" um eine größere Überschaubarkeit der Schule zu erreichen.

1979 - 1982:
Im Rahmen eines Schüleraustauschs fahren 2 Gruppen nach London bzw. Luton in Großbritannien.

1980:
Die Gesamtschule hat einen eigenen Sportverein! Der Volleyballverein "Gesamtschule Steilshoop v. 1980 e.V." wird von sportbegeisterten Kollegen gegründet.

Die Kontroverse über das Rauchen im Lehrerzimmer verschärft sich. Eine Mehrheit der Lehrkräfte setzt sich mit einem Antrag auf Umverlegung des Raucherlehrerzimmers in das Kleine Lehrerzimmer durch. Die zunehmende Vereinsammung der Nichtraucher im jetzt viel zu großen Großen Lehrerzimmer führt zu einer Rücknahme des Raucherbeschlusses vom Oktober bereits im November. Raucher und Nichtraucher arbeitet mehr oder weniger glücklich im Großen Lehrerzimmer zusammen.

1982:
Die neue "Ausbildungsordnung für integrierte Gesamtschulen" fordert den Lehrkräften ein Höchstmaß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ab, da die Abschlüsse nach verändert Richtlinien berechnet werden müssen. Die Theatergemeinschaft der Gesamtschule Steilshoop schreibt und realisiert die Schulsatire "Bei uns". Nach erfolgreichen Aufführungen in der Schule werden die Anstrengungen der Theatergruppe 1983 belohnt. Die Gesamtschule Steilshoop vertritt mit ihrem Stück "Bei uns" die Freie und Hansestadt Hamburg beim Berliner Schultheater-Treffen.

Wegen der nicht besetzten Stelle des Abteilungsleiters für die Jahrgänge 5-7 vertreten vom Kollegium bestimmte Jahrgangskoordinatoren die Interessen einzelner Schülerjahrgänge.

1983:
Das Theaterstück "Heimat" wird als Eigenproduktion der Schule aufgeführt.

Das Kollegium beschließt einen Klassenreiseboykott wegen der Streichung der Vergütung für die Mehrarbeit von teilzeitbeschäftigten Kollegen/innen auf Klassenreise.

1983/84:
Das Fach "Informatik" wird als Neigungskurs in den Jahrgängen 9 und 10 angeboten, später als Wahlpflichtfach eingerichtet.

1983 - 1985:
Die Schule führt einen Schüleraustausch mit zwei Partnernschulen in Ipswich/Großbritannien durch.

1984 - 1996:
Beginn des Schüleraustausches mit einer französischen Partnerschule, dem "College-Emile-Zola" in Sotteville - le Rouen.

1984/85:
Im Zuge einer pädagogischen Profilbildung der Schule werden spezielle Sport- und Musikklassen von Jahrgang 5 an eingerichtet.

1985:
Das "Tutoren-Lerngruppen-Modell" (Tulemo) wird vom Kollegium mit dem Ziel beschlossen, möglichst viel Unterricht im Klassenverband stattfinden zu lassen.

1986:
Das Kollegium lehnt den Vorschlag, "Unesco-Schule" zu werden , ab. Eine später folgende Initiative zur Umbenunng der Schule in "Käthe-Kollwitz-Schule" findet ebenfalls keine Mehrheit.

Das Konzept der Schulleitung für die Neuorganisation der Beratungsabteilung und der Regelung der Arbeitszeit für die Sozialpädagogen/innen führt zu einer heftigen Kontroverse zwischen Schulleitung und Kollegium. Aufgrund des Schülerrückgangs muß die Schule Räume abgeben.

Am 01.08.1986 zieht die Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium in das Bildungszentrum Steilshoop ein. Damit beginnt eine langjährige Kooperation zwischen den beiden unterschiedlichen Schulformen. Ziel dieser Kooperation ist, ein breites Kursangebot in der Oberstufe zu sichern. Das Bildungsangebot m Bildungszentrum wird darüberhinaus um den beruflichen Zweig erweitert.

1987/88:
Das Umfeld der Schule verändert sich. Mit Hilfe von Städtebauförderungsmitteln werden der Schulhof und der Eingangsbereich der Schule neu gestaltet.

1987:
Die Theater-AG der Schule veröffentlicht das Theaterstück mit Musik "Des Kausers Neue Kleider" als Eigenproduktion.

1987 - 1990:
Es werden wieder Schüleraustauschreisen zur britischen Partnerschule in Luton durchgeführt.

1988:
Die Notwendigkeit einer Asbestsanierung von Teilen des Schulgebäudes beunruhigt die Mitarbeiter des Bildungszentrums.

1988/89:
Eine intensive pädagogische Diskussion über neue Anforderungen an die Schule angesichts veränderter Sozialisationsbedingungen für Schülerinnen und Schüler setzt ein. Die Arbeitsgruppe "Andere Zeiten - andere Schüler - andere Lehrer?" erhält den Auftrag, neue pädagogische Konzepte zu entwickeln. Ein Videofilm zum Thema "Der schwache Schüler" wird von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe produziert. Gleichzeitig entwickeln Kolleginnen und Kollegen der H 20 und der Gesamtschule das Konzept des "Integrierten Bildungsgangs" (IB), der beruflichen Ausbildung (=kaufmännische Assistenz mit dem Schwerpunkt Datenverarbeitung / Rechnungswesen) und Allgemeinbildung (= Hochschulreife) in einem Bildungsgang zusammenführt. 1990 weiht die Schulsenatorin das Lernbüro ein, in dem die Schülerinnen und Schüler an einem Tag in der Woche die theoretisch erworbene Kenntnisse von Unternehmensprozessen praktisch umsetzen können.

1989:
Freiere und offenere Arbeitsformen (z.B. "Wochenplanarbeit" und "Offener Unterricht") finden zunehmend Eingang in die pädagogischen Arbeit an der Schule.

1990:
Dieter Maibaum wird Schulleiter.

1991:
Die Gesamtschule Steilshoop feiert ihr 20-jähriges Jubiläum. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe "Andere Zeiten - andere Schüler - andere Lehrer?" werden von der Lehrerkonferenz mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Sie stellen der pädagogischen Arbeit:

1992:
Das schwerpunktmäßig im Fach "Darstellendes Spiel" erarbeitete Theaterstück "Schritte zur Gewalt" wird aufgeführt.

1992 - 1996:
Die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe und des Integrierten Bildungsgangs nehmen an einen Oberstufenaustausch mit dem Islingten College und der William Moror Academy in London teil. Gleichzeitig führen sie ein vierwöchiges Betriebspraktikum in britischen Unternehmen durch.

1993:
Das Konzept der Musik- und Sportklasse läuft aus. Die "Aktive(Mittags)-Pause" für Schülerinnen und Schüler vervollständigt das Freizeitangebot an der Schule. Zum Freizeitangebot an der Schule. Zum Freizeitbereich zählen Neigungskurse der Jahrgänge 5-10, Werkstätten für Freies Arbeiten; das Tierhaus u.a. mit "Kuscheltieren", das Pflanzenhaus, die Schülerclubs für die Jahrgänge 5-7 und 8-10 und die Cafeteria. Im Rahmen der Abschlußfeier für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 wird "Romeo und Julia suchen sich" mit viel Beifall aufgenommen.

1993 - 1996:
Die Schulmannschaften der Schule erzielen große sportliche Erfolge. Sie werden mehrfach Hamburger Meister in den Sportarten Basketball und Fußball sowie bei den Staffelmeisterschaften und vertreten damit die Farben Hamburgs beim Bundesentscheid in Berlin. Die Schule hat eine Partnerschule in Prag, die "Vyssi Pedagogica Skola A Gymnazium". Jährlich findet ein Schüler- und Lehreraustausch mit dieser Schule statt.

1994:
Der "Förderkreis Tier und Pflanzenhaus e.V." wird gegründet. "Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren", ein von Schülerinnen und Schülern produziertes Märchen in 5 Bildern begeistert die Besucher des Weihnachtsbasars in der Schule.

1995:
Die Aufführung "Geschichte mit Katzen" ist eine große Attraktion des Weihnachtsbasars 1995.

1996:
Eine vollständige neugestaltete Cafeteria ersetzt den bisherigen Mensabetrieb. Die Akzeptanz dieser Einrichtung durch Schülerinnen und Schüler und durch Lehrkräfte ist überwältigend. Im Jahrgang 12 der gymnasialen Oberstufe beginnt der Unterricht im Schwerpunkt "Ästhetik", in dem die Fächer Deutsch, Kunst, Musik und Sport projektartig und fachübergreifend zusammenarbeiten.

Kommentare

von Hi Ha:
26.01.2009 13:42
Die schule war bis zu dem o.g. jahr 1996 und sogar bis hin zum jahre 2000 eine brutstätte der kriminalität. Hat die behörde echt gut gemacht. Ihr wollt beweiße, dann lauft doch mal eine runde in steilshoop rum. 90% der menschen gingen auf die schule dort. Was ist aus ihnen geworden? Jarak. Ein artikel von Ramsi Densiwilja
von GSST Schüler:
02.02.2009 19:05
Das stimmt nicht!! Es gibt überrall Kriminalität,.. Die Menschen sind/waren selber schuld. Auch wenn sie eine andere Schule besucht hätten, würden sie so sein, weil sie so oder so keine lust auf Schule haben.. Außerdem kannst du nicht behaupten, dass es ,,90% der Menschen", die in Steilshoop leben, auf diese Schule gingen!!! Weißt du überhaupt wieviele das sind?! Die Behörde hat nichts gut gemacht. Die Behörde sollte lieber was gegen die Kriminalität tun, wenn es Kriminalität gibt und nicht einfach eine Schule schließen. Kriminalität gibt es in jedem Stadtteil. Werden jetzt alle Schulen Geschlossen. .......
von ???:
12.06.2009 23:00
Davon mal abgesehen ob kriminäl wegen dem stadtteil, ganz ehrlich fand ich, dass die Lehrer an allem schuld sind. Kümmern sich nicht ordentlich um ihre Schüler, wenn man eine eigene Meinung als Schüler hat. Wer war oder ist denn da beschäftigt!? Assoziale Lehrer, die nicht kritikfähig sind und mit sich selber nicht klar kommen. Kein wunder, dass sich die Schüler so benehmen, bei diesen unausgebildeten Lehrern, sollten lieber in ihrem Studium lernen wie man mit Jugendlichen umgeht. Zum glück ist aus mir doch noch was geworden!
von ehemalige Schülerin:
24.01.2010 14:22
Eins muss mal klar gesagt werden in jedem STadteil in Hamburg oder auch in ganz Deutschland gibt es an den Schulen Kriminalität an der einen mehr an der anderen weniger. Ich bin 10 Jahre dort zur Schule gegangen und ich habe nie gesehen wie gedealt, bedroht oder geschlagen wurde. Was die Lehrer anging gab es gute und schlechte, diese waren meist kurz vor der Pensionierung und waren einfach Bocklos...ansonsten sollte man halt man an anderen stellen kucken und nicht immer gleich Steilshoop mit Gewalt zu Assoziieren.Und ob aus jemanden was wird oder nicht liegt an einem selber, denn die Lehrer sind nicht da um uns Kinder zu erziehen, nein sie lehren uns wie es da draussen abgeht!
von ehemaliger Schüler:
03.08.2010 10:14
Erst vier Jahre Edwin Scharf Ring, dann weitere neun Jahre Gesamtschule Steilshoop. Warum ich nicht Mafiaboss geworden bin weiß ich auch nicht. Ich bin nur Grafik Designer geworden. Bei mir haben die sehr guten Drogen wie Schulsystem, Materialausstattung in allen Bereichen, Räumlichkeiten (egal ob Schulräume; Sportbereiche; Theatersaal; Mensa; Bio- und Chemiebereiche; viele Räume für Handwerk, Kunst, Foto und Musik; Pflanzen- und Tierhaus und Gemeinschaftsräume), engagierte Lehrer und Klassenkameraden wohl nicht angeschlagen. Schade.
von ehemalige Schülerin 2007:
04.08.2010 09:55
Ich bin 5 Jahre auf diese Schule gegangen, bevor ich aufgrund eines Umzuges auf ein Gymnasium außerhalb von Hamburg gewechselt habe. Ich kann bestätigen, dass das (Lern)Niveau ganz anders ist und dass die Lehrer sicherlich auch eine andere Qualifikation haben. Dennoch habe ich den Einstieg in der 9. Klasse auf dem Gymnasium ohne große Probleme bewältigen können. Heute gehe ich in den 13. Jahrgang und mein Zeugnisschnitt liegt bei 2,3! Ich denke oft zurück an die Gesamtschule, denn es war eine sehr schöne Zeit OHNE Kriminalität und andere Probleme, die es nicht auch an jeder anderen Schule gibt. Mal ganz davon abgesehen finde ich die Gesamtschule gut, weil die Kinder dort alle mitten im Leben stehen und nicht so verhätschelt und verwöhnt sind, wie die Kinder auf meinem jetzigen Gymnasium. In Steilshoop hat niemand von seinen Eltern einen Mini Cooper für einen 2km langen Schulweg bekommen und kam dann jeden Tag damit. Die Gesamtschule hat mich persönlich besser auf das wahre Leben vorbereitet, als das Gymnasium bisher, wobei ich auch denke, dass die Mischung bei mir genau die richtige war. Ich habe sowohl als auch erlebt und bin glücklich damit.
von c. schulze:
01.10.2010 18:43
war 5 jahre auf der schule, naja kriminalität gabs in den 5 jahren eher weniger, eigl fast garnicht. war einfach ne top schule wo der unterricht auch spass gemacht hat! in den pausen hatte man IMMER was zu tun und ist so garnicht erst auf dumme gedanken gekommen ;) war halt einfach top! "Die schule war bis zu dem o.g. jahr 1996 und sogar bis hin zum jahre 2000 eine brutstätte der kriminalität. Hat die behörde echt gut gemacht. Ihr wollt beweiße, dann lauft doch mal eine runde in steilshoop rum." war eher genau das gegenteil. und logisch in jeder schule gibt es mal die ein oder andere ausnahme! der staat hat damit nen zimlichen haufen scheisse gebaut. mfg
von Oldie87:
08.12.2010 10:57
Ich war bis 1987 auf der Schule. Es war mit der Kriminalität schon übel damals, aber wer ohne "Protektion" rumlief, war eben selber schuld. Ich hatte aber nur zweimal wirklich Ärger, und mußte mich praktisch durchprügeln...Danach hatte man Respekt und konnte in Ruhe mein Abi dort machen. Alles in allem war das keine schlechte Schule damals. Die hohe Schülerzahl (s.o.) hat dazu beigetragen, dass immer jemand ansprechbar war...allein war da niemand. Es gab massig Unterhaltung: Haus der Jugend, Tierhaus, riesige Teppichfläche, Bramfelder See (für Naturfreaks)...etc. Das Lehrerzimmer war tatsächlich immer sehr verraucht. War schon eine echte Erlebnisschule...tolle Zeit damals. Das Gerücht, dass aus den Leuten nichts anständiges wird, ist übrigens falsch...ich habe eine Ausbildung als Anwendungsentwickler durchlaufen und arbeite aktuell als Entwickler in einem großen Konzern, mit gutem Gehalt. Vielen Dank an Jochen Ehlen für diesen Gedenkstein. Das Theaterstück hieß aber "Des Kaisers neue Kleider"...ich muss es wissen...ich hab damals am Piano und Bass, dieses Theaterstück begleitet. Viele Grüße an alle echten "Steilshooper"...
von susi:
25.01.2011 20:54
Ich war von 1972-1979 auf der gesamtschule steilshoop.es war eine supertolle schulzeit.wir hatten super lehrer und eine tolle klassen gemeinschaft.auch ich wurde nicht kriminell(sowas aber auch!)ich habe noch heute kontakt zu fast allen klassenkameraden und meine allerbeste freundin ging von anfang bis ende in meine klasse.wir sind alle davon überzeugt,die beste zeit war unsere schulzeit.es ist eine schande das die schule so heruntergekommen ist.. aber ,ich denke das liegt an der heutigen zeit...früher war es besser..das ich das mal sagen würde ... viele grüße an alle deren, die diese tolle zeit in der schule mit erleben durften .!
von ehemalige:
16.02.2011 22:48
Ich war von 1973 bis 1982 auf der gesamtschule und sehe heute meine zeit dort recht ambivalent. die lehrer waren zum großen teil sehr engagiert, aber häufig - weil vielfach noch sehr jung - pädagogisch eher unerfahren und teilweise damit überfordert, den unterschiedlichen bedarfen und bedürfnissen von schülern gerecht zu werden. einige der lehrer sind später an ihren eigenen (politischen und pädagogischen) ansprüchen gescheitert, und manche haben problematiken, die jenseits von lernhemmnissen, drogen- und gewaltproblematik nicht erkannt bzw. nicht adäquat darauf reagiert. im nachhinein hätte ich gerne mehr grundlagen in fächern wie geschichte gelernt, und dass ich von der 5. bis zur 10. klasse ca. 6 verschiedene französischlehrer und unzureichendes unterrichtsmaterial hatte, war nicht hilfreich für den aufbau meiner sprachkenntnisse. das angebot an wahlpflichtfächern und neigungskursen fand ich vielseitig und gut. was ich gelernt habe, ist allgmein eine aufmerksame und kritische haltung sowie die wichtigkeit, sich ggf. für andere einzusetzen. gewalt und kriminalität waren immer wieder ein thema an der schule, und es waren sowohl schüler als auch lehrer davon betroffen, was ich z.T. beängstigend fand. insgesamt eine gemischte bilanz.
von Rumpelstielzchen:
23.05.2011 21:36
Tzä.. der Laden hatte stets das Potential, intelligenten Menschen das Leben nachhaltig zu verderben. Wenn ich heute schaue, was aus vielen klugen Köpfen meiner Klasse am Ende geworden ist, schauderts mich sehr.. 10.2.h, Abgang 1983
von Schüler Steilshoop:
27.09.2012 14:49
Ich denke die kriminellen 90er sind unter anderem auch entstanden ,weil es auch immer mehr Migranten in Steilshoop gab.
von dings:
15.01.2014 14:57
Quatsch. Das war von Anfang an so. Schon Anfang der 80 er galt die Schule als Strafkolonie für inkompetente Lehrer. So konnten die Schüler dort machen was sie wollten.. Stuhl aus dem Fenster schmeißen, das als Physikexperiment oder Kunstperformance erklären und ne 2 fürkreatives Lernen ernten war da völlig normal..
von Ein Begeisterter Schüler:
01.04.2014 02:42
Ich bin in den siebziger hier zur Schule gegangen. Auch zu dieser Zeit gab Kriminalität und schlechte Lehrer! Aber ich empfand es so, daß die guten Lehrer/innen überwogen. Meine 5 Jahre hier waren echt erinnerungswürdig, dank der Lehrer. Das die Schule abgerissen wird ist für mich sehr Schade. Aber auch lauf der Zeit.
von 10.1.1-ler:
31.01.2015 00:52
Meine Zeit, die Jahre 73-78, waren geprägt durch höchst kriminelle Erpressungsversuche seitens der Lehrerschaft. Nun gut, die Form lerne oder schlechte Note ist nicht rechtswidrig, aber ansonsten sind alle Voraussetzungen des § 253 StGB erfüllt. Aber Scherz beiseite, Steilshoop war subjektiv betrachtet nicht krimineller als Eppendorf oder Winterhude. Auch in meinem Umfeld gab es Ausnahmen, doch der Zusammenhalt der Gemeinschaft bewies, dass Rückgrat und Integrität nicht erst im Alter ausgeprägt werden. Die Schule war für mich ein Glücksfall, denn obwohl ich die Versetzung in die 11., wegen des Fehlens einer viertel Note, nicht erreicht habe, habe dort viel für das Leben gelernt. Vieles half mir später im Leben die gesteckten Ziele zu erreichen. Ach ja, aus mir ist schließlich doch noch ein Akademiker geworden und das verdanke ich zu allererst den Menschen, mit denen ich mich umgab und dann mir selbst, denn hier wurden die Wurzeln zur Erkenntnis des Teamplayer-Gedankens gelegt.
von christian:
14.03.2015 17:10
shon eine wichtige shule fuer mich abi 82 ach ja
von Honk der Große:
23.06.2015 08:40
"von christian: 14.03.2015 17:10 shon eine wichtige shule fuer mich abi 82 ach ja"... Jau. Da hat sich der Fünfer für die Bestechung gelohnt.

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Erstversion vom 10.03.2008. Letzte Aktualisierung am 10.03.2008.