Zeittafel von Steilshoop


  • Bis 1953:
    • 1267 - Erstmalige urkundliche Erwähnung von Steilshoop.
    • Ende 14. Jahrh. - Wurde die kleine Ansiedlung Steilshoop durch den Ritter Kummerdiek zerstört.
    • 1470 - Wurden die Steilshooper Bauern veranlaßt, von ihrem Einkünften dem Hamburger Domkapitel eine kleine Rente abzuzweigen.
    • 1528 - Wurde der Alster-Trave-Kanal fertiggestellt, der auch für Steilshoop eine besondere Bedeutung hatte, weil nach dort die Steilshooper Bauern ihre Produkte zur Verschiffung verladen konnten.
    • 18.Jahrh. - Steilshoop wird vom Haus Holstein-Gottorp an Hamburg verpfändet. Damit wird erstmals deutlich, welches Interesse Hamburg an dem Gebiet von Steilshoop hat.
    • 1864 - Steilshoop wird preußisch.
    • 1877 - Fand die Eröffnung des Zentralfriedhofes Ohlsdorf statt, der derzeit 8 ha, heute 404 ha umfaßt.
    • 1880 - Fuhren bereits zwei elektrische Bahnen nach Ohlsdorf, damit wurde auch Steilshoop an den Hamburg-Verkehr im gewissen Umfang angeschlossen.
    • 1906 - Wurde die Vorortbahnverkehr Hamburg - Hauptbahnhof Ohlsdorf aufgenommen.
    • 1901 - 1910 - Verdoppelte sich die Hamburgische Bevölkerung.
    • 1910 - Wurde der Hamburger Stadtpark angelegt, der die Grünflächenpolitik Hamburgs in Richtung auf Steilshoop fortsetzte.
    • 1911 - Erforderte die Entwicklung des Flugverkehrs die Anlage des Flugplatzes Fuhlsbüttel.
    • 1918 - Wurde die Walddörfer U-Bahn eröffnet und damit auch bereits eine Verkehrsverbindung geschaffen, die in die Nähe von Steilshoop rückte.
    • 1924 - Wurde der öffentliche Nahverkehr weiter verbessert.
    • 1929 - Stellte die Gemeinde Steilshoop einen Siedlungsplan für ihr Gebiet auf. Von 1910 bis 1930 wurde allmählich die Landwirtschaft aufgegeben und die Flächen in kleingärtnische Nutzung umgewandelt.
    • 1937 - Kam das Groß-Hamburg-Gesetz mit der Wirkung, daß auch Steilshoop hamburgisch wurde.
    • 1939 - 1945 - Zweiter Weltkrieg. Das Kleingartengebiet wird zum Behelfsheimgebiet.
    • 1947 - Im Generalbebauungsplan erfolgt eine Ausweisung als Wohngebiet mit 350 Einwohner je ha.
    • 1949 - Bramfeld und Steilshoop werden eine Verwaltungseinheit und sind im Ortsamt Bramfeld zusammengefasst.
    • 1950 - Im Aufbauplan wird Steilshoop als Außengebiet und damit als unbaubar ausgewiesen. In Hamburg endet allmählich die Phase der Wiederherstellung der zerstörten Gebiete und die Neubauphase beginnt.

  • 1953 - 1979:
    • 1953 - Steilshoop wird erneut im Baustufenplan Bramfeld/Steilshoop als bebaubares Außengebiet ausgewiesen.
    • 1960 - Im Aufbauplan 60 wird Steilshoop als Untersuchungsgebiet gekennzeichnet.
    • Nov. 1965 - Erfolgt ein Planungsauftrag an die Architektengemeinschaft zur Herstellung eines Bebauungsentwurfes.
    • 1965 - Wird zwischen der Stadt und dem städtischen Wohnungsunternehmen "Neues Hamburg" ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen zur Räumung der 1.800 Kleingärten mit seinen Behelfsheimen.
    • Juli 1969 - Wird der Bebauungsplan Steilshoop von der Bürgerschaft (Parlament) beschlossen.
    • 14. Juli. 1969 - Grundsteinlegung für Neu-Steilshoop. Baubeginn des Westabschnittes.
    • Dezember 1970 - Die ersten 48 Wohnungen der neuen Siedlung wurden bezogen.
    • 1972 - Baubeginn des Ostabschnittes.
    • 1973/74 - "Wohnmodell Steilshoop e.V." zog in den Block 6 ein.
    • 1976 - Fertigstellung der Wohneinheiten von Steilshoop mit inzwischen rund 21.000 Einwohnern.

  • 1979 - 1996:
    • 1979 - Fertigstellung des Gesamtprojektes Neu-Steilshoop.
    • 1983/84 - Beendigung des Wohnmodells mit Sanierung der Wohnungen in Block 6.
    • 1986 - Erste Überlegungen zur Sanierung von Steilshoop. Bauliche Veränderungen des Wohnungsumfeldes, insbesondere der Innenhöfe, bis 1989 durch die Eigentümer SAGA und GAGFAH.
    • 1988 - Das Stadtteilcafe, ein ABM-Projekt, entstand.
    • 1990 - 15 Millionen DM wurden zur Sanierung von Innenhöfen durch die Baubehörde bewillgt.

  • Ab 1996:
    • bis 1996 - Diverse Umbau- und Sanierungsprojekte in Steilshoop umgesetzt zur Steigerung der Wohnqualität zusammen mit den Anwohnern.
    • April 2006 - Eröffnung des "Steilshooper Stadtteilladen" im Einkaufszentrum.
    • Oktober 2006 - Die Handesschule mit Wirtschaftsgymnasium Gropiusring (H20) feiert zwanzigjähriges Jubiläum. Zugleich genehmigt die Behörde für Bildung und Sport das Konzept "Schule am See" und nimmt die Stadtteilschule in das Anmelderegister für 2007/08 auf.
    • Dezember 2006 - Die Koordinierungskonferenz in Steilshoop wird die Detailplanung für die "Quartieroffensive" vorgestellt, die im Rahmen des Projektes "Lebenswerte Stadt Hamburg" realisiert werden soll.

Quellen
  • Gesamtdokumentation Hamburg - Steilshoop, Band 1: Städtebauliche Planung
  • Stadterneuerung in Hamburg: Nachbesserung der Großsiedlung Steilshoop
    Hrsg: Stadt Hamburg, Baubehörde, 1989
  • stadterneuerung hamburg: Sanierungsgebiet Bramfeld (S1), Steilshoop
    Hrsg: Stadt Hamburg, Stadtentwicklungsbehörde, 1996
  • Länderprofile - Geographische Strukturen, Daten, Entwicklung
    Dr. Ilse Möller, Klett Verlag 1985
  • Grüngenstraße - Schmachthäger Straße - Steilshooper Straße
    Hrsg.: Stadtteilarchiv Bramfeld
  • Dorfgeschichte(n) - Steilshoop: Die Feldmarkt wird Bauland
    Hrsg.: Stadtteilarchiv Bramfeld, 1994
  • Hamburger Wochenblatt, Wochenzeitung für Bramfeld und Steilshoop, Ausgabe 1, 32.Jahrgang


Erstversion vom 06.11.2007. Letzte Aktualisierung am 10.03.2008.

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare.

  Kommentar abgeben
Name:
Text: